Bedeutung von Transparenz in der Mode
Transparenz in der Modewelt bedeutet, dass die Unternehmen kommunizieren, woher ihre Ware stammt, welchen Einfluss ihre Herstellung auf die Umwelt hat und ob entlang der gesamten Lieferkette unter fairen Bedingungen gearbeitet wird. Diese Punkte werden für immer mehr Menschen wichtiger, wie der Germany Sustainable Fashion Market Report 2024 zeigt: 40 Prozent wünschen sich mehr Transparenz von Modeherstellern.
Transparenz: Realität und Wunsch sind weit voneinander entfernt
Viele Modeunternehmen verweisen auf ihren Websites auf bestimmte Siegel und berichten von Projekten, für die sie sich stark machen - das tun auch wir bei Schwabenpower. Um herauszufinden, ob die Unternehmen mit ganzem Herzen hinter diesen Werten stehen oder ob sie nur Greenwashing oder Fairwashing betreiben, musst du oft ein bisschen tiefer graben. Eine Forschergruppe der Berlin School of Business and Innovation hat sich diese Arbeit gemacht und Alarmierendes herausgefunden: 213 von 219 untersuchten Unternehmen zahlen keine existenzsichernden Löhne.
Diese Zahlen haben uns in der Recherche schockiert, denn: Achten Kunden beim Kauf ihrer Kleidung sowohl auf Verträglichkeit als auch auf Umweltschutz und faire Arbeitsbedingungen, werden sie ein Stück weit in die Irre geführt. Leider wird es ihnen nicht leicht gemacht, diese Verbindung immer auf den ersten Blick zu sehen: Das so vertrauenserweckend wirkende Öko-Tex Standard 1000 Siegel etwa sagt über die Arbeitsbedingungen bei der Herstellung der Kleidung gar nichts aus.

Möchtest du sichergehen, dass die Kleidung, die du kaufst, umweltfreundlich und unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt wurde, solltest du dich mit der Bedeutung der Siegel vertraut machen. Auf der sicheren Seite bist du zum Beispiel mit dem Siegel Global Organic Textile Standard (GOTS), das für Bio-Kleidung gilt, die unter fairen Bedingungen produziert wurde.
Stellst du fest, dass ein Unternehmen Siegel und Belege für umweltverträglich hergestellte Kleidung hat und diesem Umstand viel Platz auf der Website widmet, kannst du direkt schauen, ob du auch Informationen zu den Arbeitsbedingungen findest. Ist das nicht der Fall, ist das meist ein schlechtes Zeichen: Niemand, der nach fairen Bedingungen produzieren lässt, würde diese Information unterschlagen.
Tipp: Möchtest du mehr über Fast Fashion und Fair Fashion erfahren, haben wir ein paar Doku-Empfehlungen für dich!
Transparenz aus Überzeugung bei Schwabenpower
Klar ist auch für uns: Es ist normal, dass sich Menschen angesichts dieser Ergebnisse fragen, ob es faire Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie überhaupt gibt. Die Antwort lautet: Ja, die gibt es. Allerdings nicht unbedingt bei Fast-Fashion-Riesen, die im Jahr bis zu 24 Kollektionen auf den Markt werfen. Die Stücke werden aus teils minderwertigen Stoffen unter fragwürdigen Bedingungen produziert, andernfalls könnten sie nicht so billig angeboten werden.
Wir bei Schwabenpower gehen einen anderen Weg. Den können wir auch guten Gewissen komplett transparent vorstellen - schau' gerne nach, wie die Reise eines Schwabenpower-Kleidungsstücks aussieht. Wir möchten, dass wir und unsere Kinder noch lange und guten Gewissens durch unser schönes Ländle laufen können. Das gelingt nur, wenn wir unsere Kleidung umweltfreundlich und fair produzieren.

Rohstoffe aus fairer Produktion
Wir stellen unsere Kleidungsstücke aus Bio-Baumwolle her. Da diese hierzulande nicht wächst, beziehen wir sie aus drei verschiedenen Ländern, nämlich aus Griechenland, der Türkei und Uganda. Dabei achten wir besonders auf faire Arbeitsbedingungen und natürlich auch gute Qualität der Baumwolle
Die 50-Kilometer-Kollektion
Nach der Zusendung ist die Baumwolle dann im Land – oder besser gesagt im Ländle, denn ab jetzt wird sie in einem Umkreis von 50 Kilometer um Zwiefalten herum weiterverarbeitet.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Einerseits sind die Lieferwege sehr kurz, was die Umwelt schont. Und, andererseits kennen wir alle unsere Partner sehr gut: Sie sind handverlesen und legen ebenso wie wir selbst viel Wert auf faire Arbeitsbedingungen und eine Herstellung, die die Umwelt schont. Hand in Hand arbeiten wir also daran, dass du dein neues Lieblingsstück umwelt- und arbeitnehmerfreundlich produziert bekommst.
Fazit: Transparenz ist immer möglich
Jedes Unternehmen der Modebranche hat die Möglichkeit, transparent über seine Lieferkette aufzuklären: Diese Informationen liegen allen Unternehmen vor – auch die größten Konzerne wissen bis ins Detail, woher ihre (Roh-)Stoffe und Kleidungsstücke stammen. Wenn sie diese Informationen für sich behalten, dann nur, weil sie wissen, dass sie ihrer Kundschaft nicht gefallen würden.
Bist du unsicher, kannst du das Unternehmen einfach anschreiben und um Informationen bitten. Eine einfache Versicherung, dass die Kleidung nachhaltig und fair produziert wurde, ist allerdings nicht viel wert. Frage daher gezielt nach den Zertifizierungen der Zulieferer.
Alternativ kaufst du einfach direkt bei Unternehmen, die von Anfang an transparent mit den Arbeitsbedingungen in ihrer Lieferkette umgehen. Bei Schwabenpower kannst du dir zum Beispiel sicher sein, dass alle Stücke fair und umweltschonend produziert worden sind und sich darüber hinaus für empfindliche Haut eignen. Hast du Fragen, melde dich einfach bei uns – oder komm gerne in Zwiefalten vorbei!

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