Sustainable Luxury: Teuer, hochwertig - und nachhaltig

Sustainable Luxury, nachhaltiger Luxus: Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Bei Dingen wie mit Blattgold überzogenem Steak etwa mag einem das so vorkommen. Diese Blüten der Dekadenz sind aber nicht alles, was Luxus ausmachen kann: Heute hat er viele Gesichter, eines davon ist Nachhaltigkeit. Denn die Nachfrage danach steigt – und mit ihr das Angebot. Auch bei Kleidung.

Was genau ist Luxus eigentlich?

Da auch Luxus der Mode unterworfen ist, lässt er sich kaum allgemeingültig definieren: Was in einem Land als Luxus gilt, ist in einem anderen Land verpönt. Grundsätzlich aber ist Luxus:

  • nur für eine kleine, reiche Menschengruppe erschwinglich
  • nicht lebensnotwendig
  • exklusiv

Luxusprodukte sind hervorragende Statussymbole. Isst du Kaviar und trinkst Champagner, trägst du eine Birkin Bag oder fährst Rolls-Royce, dann zeigst du: Schaut her, Geld spielt bei mir keine Rolle! In der Mode gibt es eine Vielzahl von Luxusmarken, auf deren Vorgehen wir hier einen genaueren Blick werfen.

Wie passen Luxus und Nachhaltigkeit zusammen?

Wie oben erwähnt, ist Luxus immerzu im Wandel. Diesen Wandel untersucht zum Beispiel die Studie NEO Luxury 2025 und kommt zu dem Schluss, dass wir es aktuell mit der dritten Stufe des Luxus zu tun hatten: Nach dem Objekt- und Besitzluxus folgte der Erlebnisluxus und nun schließlich der Sinn- und Nachhaltigkeitsluxus.

Das bedeutet: Exklusiv darf und soll Luxus noch immer sein, aber bitte nicht mehr verantwortungslos! Besser achtsam. Ganze 72 Prozent der Befragten haben angegeben, dass Nachhaltigkeit ihnen bei Luxusartikeln wichtig ist. Also außergewöhnlich, hochwertig und hochpreisig, aber auch fair und umweltschonend hergestellt.

Wie kann Sustainable Luxury aussehen?

Es gibt eine Menge Maßnahmen, die ein Unternehmen ergreifen kann, wenn es luxuriöse Produkte auf nachhaltige Weise herstellen möchte. In der Modebranche sind das etwa die Folgenden:

  • innovative, neue und abbaubare Stoffe verwenden
  • Bio-Baumwolle, nachhaltige Viskose oder gewaltfrei gewonnene Seide verarbeiten
  • Kleidung vegan herstellen (wie die britische Designerin Stella McCartney)
  • die Energieversorgung des Unternehmens auf Erneuerbare Energien umstellen
  • den CO2-Ausstoß und die Verwendung giftiger Chemikalien bei der Herstellung reduzieren
  • mit Zulieferern zusammenarbeiten, die den Mitarbeitenden faire Arbeitsbedingungen bieten
  • auf möglichst kurze Lieferwege achten
  • transparent darlegen, woher die Stoffe für die Kleidung kommen und wo sie angefertigt wird

Viele große Modehäuser besinnen sich gerade auf mehr Nachhaltigkeit. Das liegt vor allem auch daran, dass die Gen Z (zwischen 1995 bis 2010 geboren) ein starkes Bewusstsein für ethische Fragen hat. Für sie hängt die Kaufentscheidung auch davon ab, wie fair und umweltschonend das jeweilige Kleidungsstück gefertigt worden ist. Nachhaltigkeit ist also keine nette Zusatzoption mehr, sondern ein gutes Verkaufsargument.

Wie kommt der Luxus ins Spiel?

Dass „öko“ nicht heißt, dass du in einem Jutesack herumlaufen musst, ist ja schon lange klar. Aber Luxus? Das außergewöhnliche, unnötige, hochwertige, einzigartige Kleidungsstück? Ob es das wird, liegt letzten Endes an der Produktion. Das Zauberwort heißt in vielen Fällen: Individualisierung.

Ob du dir ein Kleidungsstück auf den Leib schneidern oder etwas Persönliches hineinsticken lässt, ob du Farbe oder Stoff selbst wählst: Es gibt immer Möglichkeiten, wie du ein tatsächlich komplett einzigartiges Textil erhältst. Wir haben im Beitrag Made to Order und Pre Order Beispiele dafür gegeben.

Rechtfertigt das den Preis?

Nachhaltige Mode ist immer teurer als die Fast-Fashion-Stücke, die du bei Textilketten, Temu & Co. bekommst: Der ökologische Anbau der Fasern und die fairen Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden nehmen Zeit und Geld in Anspruch. Gleiches gilt für aufwändige Produktionsprozesse, auch die Aufrechterhaltung der Transparenz der Lieferkette geht mit Anstrengungen und Kosten einher.

Preiswert vs. den Preis wert? Ob das den Preis rechtfertigt, den die Hersteller im Endeffekt dafür verlangen, kannst nur du selbst entscheiden. Wer luxuriöse Produkte kauft, zahlt immer auch die Exklusivität mit – und die kann ordentlich zu Buche schlagen. 

Fazit: Nachhaltigkeit und Luxus können Hand in Hand gehen

Da die an luxuriöser Mode Interessierten immer mehr Wert auf Nachhaltigkeit legen, bemühen sich viele der Anbieter, dieses Bedürfnis zu befriedigen. Manche greifen auch zu Greenwashing, aber die meisten stellen fest, dass es für sie selbst und ihren Ruf das Beste ist, wenn sie ernsthafte Anstrengungen unternehmen, ethisch korrekt zu handeln. Sustainable Luxury ist also durchaus möglich.

Falls du weniger Wert auf Statussymbole legst, dir aber Fairness und Umweltschutz ebenso wichtig sind wie schöne Designs, haben wir genau das Richtige für dich: Schau dich gern in unserem Onlineshop um! Oder du kommst direkt in Zwiefalten bei Schwabenpower vorbei, wo wir an deinen neuen Lieblingsstücken arbeiten. Wir freuen uns auf dich!


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