Global Change Award 2026: Für eine saubere Zukunft der Textilindustrie

Wir freuen uns immer, wenn es Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit bei Kleidung gibt. Und weißt du, wer sich auch freut? Die schwedische H&M Foundation. Klingt in der Kombination H&M und Nachhaltigkeit komisch, ist aber so: Die Foundation verleiht nämlich jedes Jahr den Global Change Award an Unternehmen und Organisationen, die mit ihren Innovationen dazu beitragen, den Treibhausgas-Ausstoß der Textilindustrie bis 2050 auf null zu senken.

Was sind die Kriterien des Global Change Award?

Die Teilnehmenden konzentrieren sich auf die Bereiche der Rohstoffgewinnung und der Nassverarbeitung. Das sind in der Textilbranche die Schritte, die am meisten Emissionen verursachen. Außerdem werden die Themen Kreislaufwirtschaft und Softwareeinsatz bedient, die weniger Ressourcenverschwendung und eine Reduktion der Müllmenge zum Ziel haben.

Die 10 Gewinner des Global Change Award 2026

Unter den diesjährigen zehn Gewinnern des Global Change Awards sind wieder sehr spannende Projekte dabei, die ganz unterschiedliche Ansätze gewählt haben. Wir stellen sie euch kurz vor.

1. Canvaloop

Das Start-up aus Indien überzeugte mit Agro-Lyocell. Lyocell kennen wir schon, das sind Stoffe auf Holzbasis. Agro-Lyocell hingegen setzt ganz auf die Verwendung landwirtschaftlicher Abfälle. Restverwertung und Waldschutz in einem – top!

2. Microbeworks

Ebenfalls in Indien hat das Unternehmen seinen Sitz, das sich mit biologisch abbaubaren Textilfarbstoffen befasst: Die Farbstofflinie heißt MicroBlues ist so konzipiert, dass kommerziell arbeitende Färbereien sie direkt in ihre Infrastruktur integrieren können. Das reduziert die Belastung für die Umwelt und die Risiken für die Angestellten.

3. KelTex

Auch in Tansania arbeiten Textilexperten an alternativen Stoffen: Das Unternehmen verwendet Algen, um einen haltbaren, aber biologisch abbaubaren Ersatz für Leder zu schaffen.

Tipp: Mehr zu Algen und anderen umweltverträglichen Grundstoffen erfährst du in unserem Beitrag über Stoffe der Zukunft.

4. Tera Mira

Auf dem britischen Unternehmen ruhen die Hoffnungen aller, die wegen Mikroplastik gern Strumpfhosen und Stretch-Kleidung ohne Elasthan tragen würden: Auch hier sind es Algen, die den Grundstoff für die neuen, biologisch abbaubaren Fasern liefern.

5. ArtSilk

Bei diesem schwedischen Unternehmen verrät der Name schon alles: Mithilfe bestimmter Mikroorganismen züchten die Expertinnen und Experten hier Fasern, die von Spinnenseide inspiriert wurden.

6. Fiberly

Das Recyclingunternehmen aus Frankreich nutzt grüne Chemie, um aus Abfällen Zellulose zu extrahieren. Aus dieser werden dann Fasern hergestellt, die die Eigenschaften von Baumwolle haben sollen.

7. Rhea’s Factory

Auch dieses US-amerikanische Unternehmen setzt auf Biochemie fürs Recycling: Mittels KI designte Enzyme spalten Textilabfälle aus Polyester in ihre Monomer-Bausteine auf, um sie wiederverwendbar zu machen. Die Qualität soll Neuware entsprechen.

8. EntroMetrix

Das britische Unternehmen ermöglicht es Textilunternehmen, während des laufenden Betriebs Anpassungen durchzuspielen und vorzunehmen: Es erstellt mithilfe künstlicher Intelligenz einen digitalen Zwilling der Fabrikhallen.

9. threadBridge

Auch in Bangladesch wird es smart: Das Fabrikautomatisierungsunternehmen erstellt Smart Glasses für Textilunternehmen. Mit ihnen ist es möglich, Stofffehler schon während der Produktion in Echtzeit zu erkennen.

10. Alu

Die US-amerikanische Technologieplattform arbeitet ebenfalls mit KI, um digitale Produktpässe in für Verbraucherinnen und Verbraucher einfach nutzbare Tools zu verwandeln: Das soll dem Wiederverkauf, der Reparatur und der Kreislaufwirtschaft zugutekommen.

Mit Finanzspritze und Vernetzung in die Zukunft

Ziel der H&M Foundation ist es, dass die ausgezeichneten Innovationen möglichst bald für den breiten Markt verfügbar und nutzbar sind. Daher unterstützen sie die mit dem Award ausgezeichneten Unternehmen auf zwei Weisen:

  • Die erste lautet: Geld. Jedes Unternehmen erhält 200.000 Euro aus dem Fördervolumen der Stiftung.
  • Fast noch interessanter ist allerdings die Teilnahme am GCA Changemaker Programme, das ein Jahr dauert. Es handelt sich um ein strukturelles Förderprogramm, das Wissenschaft und Beratung in sich vereint. Sein Ziel ist die Skalierung der jungen Innovativ-Projekte für den bestehenden Markt.

Fazit: Die Zukunft wird nachhaltig und ressourcenschonend 💚🌱

Wir haben uns die Gewinner des Global Change Awards 2026 sehr interessiert angeschaut und sind gespannt darauf, was wir wohl in Zukunft noch von ihnen hören werden. Welcher der alternativen Stoffe wird sich durchsetzen? Und gelingt tatsächlich ein Durchbruch bei den Farben, die oft so Probleme bereiten?

Wir hoffen, dass wir viele spannende Entwicklungen erleben. Und bis es so weit ist, setzen wir weiterhin auf unsere Bio-Baumwolle. Da kannst du dir sicher sein, dass deine Haut sich unter der Kleidung wohlfühlt – und dass jedes Stück fair angefertigt wurde. Komm also gern einmal zum Stöbern bei uns vorbei – online oder in Zwiefalten! 


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