Fair Fashion & Globalisierung: Kann das überhaupt funktionieren?
Dass wir bei Schwabenpower Wert auf Fair Fashion legen, weißt du ja längst. Wir möchten, dass unsere Kleidung sanft zu sensibler Haut ist, dass wir bei der Herstellung die Umwelt möglichst wenig belasten und dass alle, die an den Kleidungsstücken aus unseren Kollektionen mitarbeiten, faire Arbeitsbedingungen haben. Die Frage ist nur: Geht das? Ist 100 Prozent Fair Fashion möglich, wenn nicht alle Arbeitsschritte im eigenen Betrieb ablaufen? Gerade im Zuge der Globalisierung ist das doch sicher schwierig, wenn Zulieferer teilweise am anderen Ende der Welt sitzen – oder?
Aus den Augen, aus dem Sinn?
Viele Leute beruhigt es, wenn sie „Made in Germany“ auf den Etiketten lesen – hier gibt es ja gute Arbeitsgesetze und die Menschen werden nicht ausgebeutet. Oder?
Dass es nicht ganz so einfach ist, haben wir im verlinkten Beitrag erklärt: Nur, weil die letzten Arbeitsschritte wie das Zuschneiden und das Vernähen des Stoffs in Deutschland stattfinden, heißt das noch lange nicht, dass alle Arbeitsschritte hier ablaufen. Das wäre in vielen Fällen auch schwierig, denn Baumwolle zum Beispiel wächst hier gar nicht.

Wer also die Rohstoffe aus anderen Ländern bezieht, in denen es oft schlechtere Arbeitsbedingungen gibt, hat eine besondere Verantwortung: Es ist besonders wichtig, nur bei solchen Herstellern zu kaufen, die ihren Mitarbeitenden faire Bedingungen bieten.
Und wenn auch das Lieferkettengesetz wieder eingeschränkt werden soll: Die moralische Verpflichtung dazu bleibt natürlich bestehen. Wenn "wir" - sprich: Unternehmen, die sich für faire und nachhaltige Mode einsetzen - Fair Fashion liefern möchten, dann müssen wir entlang der ganzen Lieferkette für faire Arbeitsbedingungen sorgen. Andernfalls würden wir das arbeitsrechtliche Äquivalent zum Greenwashing betreiben und uns des sogenannten "Fairwashings" schuldig machen.
Der Blick über den Tellerrand
Wer echte Verantwortung übernehmen möchte, muss sich bis ins Detail mit seinen Lieferketten auseinandersetzen.
Dazu gehören einzelne Lieferanten:
- Wer erntet denn die Baumwolle?
- Wer liefert sie aus?
- Woher kommt sie?
Bei Schwabenpower etwa beziehen wir unsere Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau aus Griechenland, der Türkei und Uganda, die Reise eines Schwabenpower-Kleidungsstücks beginnt also gewissermaßen schon im Ausland.

Nähe und Transparenz sind wichtig
Dank unserer 50-Kilometer-Kollektion haben wir sehr gut im Blick, was mit der Bio-Baumwolle nach dem Import passiert. Wir arbeiten mit Betrieben zusammen, die wir persönlich kennen und bei denen uns die Arbeitsbedingungen vertraut sind. Und wir selbst arbeiten natürlich auch so, dass wir uns gut dabei fühlen – klar.
Auf diese Weise können wir sicherstellen, dass unsere Kleidungsstücke tatsächlich alle fair hergestellt worden sind. Das kann niemand, der seine Ware direkt aus China importiert – oder aus Bangladesch, Vietnam oder einem der anderen Länder, in denen Ausbeutung weit verbreitet ist.
Übrigens: Dass Sweatshops in mehreren asiatischen Ländern ein Problem sind, ist den meisten Menschen bewusst. Aber auch in Serbien, Ungarn oder den USA kommt es in manchen Unternehmen zu vergleichbarer Ausbeutung.
Fazit: Fair Fashion geht auch global
Die Antwort auf unsere eingangs gestellte Frage: Ja - Fair Fashion und Globalisierung funktionieren. Wir können fair produzieren und du kannst fair kaufen, ob bei Schwabenpower oder anderen Marken. Allerdings ist das kein Selbstläufer: Die Textil-/ und Modebranche muss sorgfältig darauf achten, wie die Arbeitsbedingungen bei den Unternehmen sind, von denen sie ihre Rohstoffe beziehen.

Manche Unternehmen drücken ein Auge zu, wenn es um die Herkunft der Baumwolle geht. Dadurch ist es möglich, die fertigen Textilien zu etwas günstigeren Preisen anzubieten, selbst wenn die Arbeitsbedingungen für die letzten Herstellungsschritte exzellent waren.
Bei uns kannst du dir sicher sein: Wenn du eines der Lieblingsstücke aus dem Schwabenpower-Shop oder im Ladengeschäft in Zwiefalten kaufst, hast du ein Stück Fair Fashion in der Hand von Beginn an. Also - wann sehen wir uns?

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